28 Feb 2008

The Final Mill resolved

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Wieder da - Daniel und VivienNach aufregenden Tagen und Wochen ist mein erstes ARG zu Ende gegangen. Leider wurde ich aufgrund eines Kurzurlaubs (und da ich meine Abende auch nicht mehr komplett im Game verbringen wollte) zwischendurch etwas abgehängt, so dass ich das Finale nur noch passiv verfolgt habe.

Eine gute schnelle Zusammenfassung gibt der ARGReporter, einen ausführlichen Trail gibt es natürlich auch. Die Kombination aus WIKI, Forum und Chat hat sich übrigens meiner Meinung nach bei kollaborativen Anstrengungen dieser Art als Gaming-Plattform sehr bewährt.Obwohl es rückwirkend betrachtet bereits während des Spiels ein paar Hinweise gab: Das MICROSOFT hinter dem Final Mill-ARG steckt, hätte ich gewiß nicht vermutet!

Zumal es auch kein offensives Productplacement gab, mal abgesehen von einem eher fragwürdigen Softdrink und einer Vorankündigung für La Bordure D’amour. Zwischenzeitlich wurde das c’t-Magazin als Urheber verdächtigt, oder eine IT-Firma, die ein neuartiges Assessment-Verfahren testet. Ich hätte ja auf ein reines Kunst- und Medienprojekt getippt – allerdings waren so manche Spielbestandteile wie das Experten Audit in Berlin schon ziemlich professionell umgesetzt, sicherlich auch mit einem gewissen finanziellen Aufwand.
Dr. Gert Homscheid Konsequent auch wurden die Bestandteile des heutigen Web 2.0 mit eingebunden – die Spuren liefen von herkömmlichen Webseiten und BLOGs über Social Networks, zwei Video- und Auktionsplattformen bis hin zum Microblogging und Manipulation eines Wikipedia- Artikels. Auch Telepolis und das Heise-Forum blieben nicht verschont und selbst das Hacking eines Webservers wurde unter dem Vorwand einer Prüfungsaufgabe geschickt mit eingebunden.
Großes Kompliment von meiner Seite auch an die Schauspieler, mein persönlicher Favorit ist Dr. Homscheid, Vorstandsvorsitzender der
Van Velsenmeer Foundation.

Welche (Marketing-)Absicht nun also hinter diesem ARG gesteckt haben mag, wird uns der Initiator vermutlich am kommenden Dienstag im Chat mit den Puppet Mastern erzählen.

Da ein Einstiegspunkt in das Spiel über eine fingierte Stellenanzeige in der c’t lief, hat Redmont möglicherweise mit einer stärkeren Spielbeteiligung einer softwareaffinen Zielgruppe und entsprechend höherer Aufmerksamkeit gerechnet. Zwischenzeitlich schien es aufgrund schon ziemlich deutlicher Hinweise der Puppet Master auch so, als ob wir die Rätsel nicht schnell genug gelöst hätten. Sicherlich war das Ganze aber auch einfach ein Experiment und somit mit eines der ersten größeren ARGs in Deutschland.

Mein persönliches Fazit: Die Kombination aus echter und virtueller Welt, gepaart mit vielen Rätseln hat ihren Reiz, teilweise sogar deutlichen Suchtcharakter. Nebenbei habe ich noch viel über Verschlüsselung und die Frühzeit der Computertechnik gelernt. Auch die Teamarbeit mit den anderen Mitspielern war klasse!

Wobei die vermutlich bewusst zurückhaltende Produkt- und Markenplatzierung meine Zuneigung erhalten hat: Ich könnte mir vorstellen, dass eine frühzeitige Auflösung mein Interesse durchaus geschmälert hätte. Ganz klar lässt sich der Spielergemeinschaft ein hohes Maß an Aktivität und “Involvement” bescheinigen – welche andere Werbeform schafft das heutzutage schon?

Fazit 2: Zwar nutze ich Microsoft Produkte nach wie vor, aber meine Lieblings- Entwicklungsumgebung fürs Web ist derzeit Adobe Flex – dagegen hat Silverlight meiner Meinung nach kaum eine Chance. Und auch die Tage des Betriebsystems an sich sind mittlerweile gezählt.

Dennoch: Vielen Dank nach Redmond (bzw. München) für die intelligente Unterhaltung!

Etwas Feedback gab es noch von den Puppet Mastern im PM-Chat.

van Velsenmeer - rufen Sie uns nicht an, wir melden uns bei Ihnen!

Ein Kommentar to “The Final Mill resolved”

  1. ehnert.de » AAB says:

    [...] AAB 09. April 2008 Nils | ARG | Trackback | RSS Feed [...]

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