29 Feb 2008

Microsoft lobt Wettbewerb für patientenzentrierte Gesundheitslösungen aus

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Microsoft springt mit seiner Webplattform HealthVault ebenfalls auf den kommenden Megatrend eHealth auf, den der Konkurrent mit Google Health natürlich ebenfalls bedienen will. Mit Preisgeldern von insgesamt 3 Mio. US Dollar fördert der Konzern aus Redmond nun aktiv die Entwicklung von Anwendungen, bei denen der Patient im Vordergrund stehen soll. Die förderungsfähigen Kategorien sind dabei:

  • Primär- und Sekunderprävention,
  • Anwendungen für Akutsituationen, hier wird insbesondere auch die Verbesserung der Kommunikation erwähnt,
  • Anwendungen, die die Krankheitsbewältigung bei betroffenen Kinden und Jugendlichen unterstützen,
  • Schwerpunkt Frauengesundheit und Familienkontext,
  • Community-basierte Ansätze.

Damit werden eigentlich alle relevanten, in der Gesundheitsförderung und Prävention diskutierten und als sinnvoll erachteten Bereiche abgedeckt. Insbesondere zu begrüßen ist dabei, dass Microsoft den Schwerpunkt explizit auf die Patientenorientierung legt. Der “Patient”, der heute oftmals mehr Kunde und Partner sein möchte, soll somit in die Lage versetzt werden, sich um seine Gesundheit verstärkt selbst zu kümmern.

Einige Begriffsverwirrung herrscht meiner Meinung nach im deutschsprachigen Raum, da oftmals eHealth oder Gesundheitstelematik undifferenziert verwendet werden. Hierunter verstehe ich dagegen eher techniklastige Anwendungen wie die elektronische Gesundheitskarte oder Dokumentations- und Abrechnungssysteme für Ärzte und Kliniken. Im englischsprachigen Raum seit längerer Zeit akzeptiert ist die Bezeichnung Interactive Health Communication, also interaktive Gesundheitskommunikation. Hierdurch wird deutlicher, dass es um die Vermittlung von gesundheitsbezogenen Informationen und Strategien geht.

Neben allen datenschutzrechtlichen Bedenken machen solche Anwendungen definitiv Sinn und ich sehe ein großes – auch wirtschaftliches – Potential für Anwendungen dieser Art. Die Strategie der großen Player ist nachvollziehbar: Es werden Plattformen zum Betrieb bereitgestellt und für Drittentwickler geöffnet. Ob der Nutzer dies allerdings gerade in einem solch sensiblen Bereich akzeptiert, wird sich zeigen. Ich persönlich würde auch in diesem Bereich einen OpenSource-Ansatz mit größtmöglicher Transparenz beim Datenschutz vorziehen.

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